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Was ist und was will der Bund für Geistesfreiheit?

Der Bund für Geistesfreiheit ist eine Weltanschauungsgemeinschaft, die sich an den Grundsätzen der Aufklärung, des weltlichen Humanismus und den Erkenntnissen der Naturwissenschaften orientiert. Daher stehen seine Überzeugungen in Gegensatz zu dogmatischen Religionen und Ideologien, die sich im Besitz einer absoluten Wahrheit glauben. Da wir folgerichtig auch selbst keine Patentrezepte anbieten, respektieren wir die religiösen Überzeugungen anderer, auch wenn wir sie nicht teilen. Jedoch verlangen wir, dass Nichtglaubenden der gleiche Respekt auf der Grundlage von weltanschaulicher Gleichwertigkeit und Toleranz entgegen gebracht wird.

Geistesfreiheit hat sich auch gegenüber jeder anderen Art von dogmatischen, autoritären oder totalitären Denkmustern zu bewähren. Andernfalls ist eine Verteidigung der persönlichen Grundrechte nicht möglich.

Im öffentlichen Leben versteht sich der Bund für Geistesfreiheit als parteiunabhängige Interessenvertretung von Menschen, die keiner Kirche oder Sekte angehören. Er tritt für eine echte Trennung von Staat und Kirche ein. Vor allem sind die Privilegien der Kirchen abzubauen, die in keinem anderen Land der Welt so stark von der öffentlichen Hand subventioniert werden wie hierzulande - auch mit Steuergeldern von Konfessionsfreien. Wie alle anderen haben auch religiöse und weltanschauliche Vereinigungen ihre eigenen Belange allein aus Beiträgen und Spenden ihrer Mitglieder zu finanzieren.

Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zeigen, dass die Durchsetzung dieser Ziele nicht nur von der Qualität der Argumente abhängt, sondern auch von der zahlenmäßigen Stärke einer Organisation. Solange nur ein kleiner Teil der Konfessionsfreien bereit ist, seine Interessen gemeinsam in einem Verband wahrzunehmen (während Millionen in der Kirche bleiben, obwohl sie mit ihr nichts mehr im Sinn haben), darf sich niemand wundern, wenn die Macht solcher vordemokratischer Organisationen kaum abnimmt.

Der Bund für Geistesfreiheit Augsburg, 1911 gegründet, 1933 von den Nazis verboten und 1950 wiedergegründet, erlebt seit 1980 einen starken Aufschwung: Bis 1990 wuchs er von 54 auf 174 Mitglieder. Derzeit gehören dem bfg Augsburg 692 Personen an. Bei 400.000 Einwohnern im Raum Augsburg und 3,5 Mio. in Südbayern ist aber noch Verstärkung nötig. Sollten Sie die Auffassungen des bfg teilen, liegt es an Ihnen, seinen Einfluss durch Ihren Beitritt zu stärken...

Falls Sie an einer Mitgliedschaft Interesse haben: Der Jahresbeitrag von 40 Euro (für Schüler, Studenten, Rentner u.ä. 25 Euro, für Angehörige 5 Euro) schließt den Bezug der monatlichen Rundschreiben sowie (bei Interesse) einer bundesweiten, nicht vom bfg herausgegebenen Vierteljahres-Zeitschrift MIZ ein. Alle Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

Die erwähnte Quartalszeitschrift MIZ (16 Euro/Jahr) ist auch unabhängig vom bfg zu abonnieren über:
Alibri-Verlag, Postfach 100 361, 63703 Aschaffenburg, Tel./Fax 06021/581734, e-Mail: redaktion@miz-online.de, Web: www.miz-online.de.